Segeltörn mit Motor.

22 09 2009

Ort: Airlie Beach, Whitsunday Inseln (AUS)
Zeitunterschied: +8 Std. MEZ
Wetter: Ausflugswetter

Die Whitsundays waren nach Fraser Island das zweite Sahnestück im bereits umschwärmten Wicked Travel bzw. Koala Paket. Doch wenn jemand, wie Dina, an Seekrankheit leidet und nicht auf einem Boot nächtigen kann, dann hat man leider keine andere Option als mit der „Pride of Airlie“, welches in Koala-Besitz ist, in See zu stechen. Dieses ist nämlich das einzige Boot, das über Nacht anlegt und die Passagiere sich einen Nachtschlaf auf Land gönnen können. Wir hatten also drei Tage Segeltörn auf besagtem Boot gebucht. Bekommen haben wir dann weniger als 48 Stunden auf einem motorbetriebenen Katamaran namens „Kora“. Wir hoffen nun inständig, dass es wenigstens die Whistunday Inseln waren und nicht ein schäbiges Archipel aus China, die kopieren ja heutzutage alles.

Klingt erst mal wieder ziemlich ernüchternd, doch es war alles gar nicht so übel. Die „Pride of Airlie“ ist nämlich als Partyboot berüchtigt, wo sich bis zu 60 Passagiere gern mal drei ganze Tage glatt machen, anstatt mal von Bord zu gehen und mit Maske und Schnorchel die Unterwasserwelt zu erkunden. Wir hatten es mit dem kleineren Katamaran „Kora“ also nicht so schlecht getroffen und auch die etwa 25 anderen Gäste waren nicht auf 100% Vollgas gepolt, sondern recht entspannt. Es gab aber trotzdem Kühlboxen mit viel Eis, wo das mitgebrachte Bier und der Bundy-Rum-Cola kalt gehalten wurden.

Tagsüber war also schnorcheln an verschiedenen Riffkanten des Great Barrier Reefs angesagt. Unterwegs wedelten uns vorbeiziehende Buckelwale mit ihren mächtigen Flossen zu, nur Delphine machten sich rar. Dafür gab’s dann unter Wasser eine Menge bunter Fische, Meeresschildkröten und sogar ein Rochen schwamm gemächlich an dämlich aussehenden Touristen vorbei. Denn wir wurden dazu verdonnert ein wunderschönes Ganzkörperkondom zu tragen, den sogenannten Stinger Suit. Eigentlich ist erst ab November Würfelquallensaison, doch angeblich wurde vor kurzem jemand gestochen und dann gibt’s ein schönes Nervengift mit muskellähmender Wirkung. Die Aussicht auf einen hässlichen Tod (auch nicht auf schönen Tod) fällt dann sicher nicht in die Kategorie „Mein schönstes Ferienerlebnis“. Alle zusammen sahen wir aus wie bei einem Casting für den neuen Star-Trek-Film oder einen 70er Jahre Porno. Aber hilft ja nicht und es sahen ja wenigstens alle Scheiße aus.

Das Koala Ressort auf der Koala Adventure Insel, die eigentlich South Molle Island heißt, war auch nicht so schlecht und dreckig wie erwartet. Naja aber wenigstens das Essen erfüllte die Erwartungen. Das war schlecht aber dafür wenigstens zu wenig. Vielleicht hätte man mal einen der etwas größeren Fledermausfische, die sich an der Mole tummelten, in die Pfanne hauen können. Naja. Auf der Insel gab es dann noch im Licht, der im Wasser ertrinkenden Sonne, einen kleinen Ausflug zu einem Aussichtspunkt, der die Fülle der Inselwelt der Whitsundays erahnen ließ und einen herrlichen Blick auf die Bucht eröffnete.

Ja und wo Inseln sind, da gibt es in der Regel Strand. Und wo Strand, da auch meistens Sand. Der schneeweiße Sand am Whitehaven Beach besteht zu 97% aus Silikat und ist damit so fein, dass man daraus sogar Teleskope herstellt. Die Kulisse des wohl berühmtesten Strandes der Whitsundays geht natürlich gern auch ordinär als Photohintergrund. Das war optisch schon ganz nett, sowohl über als auch unter der Wasseroberfläche. Und wenn man denkt, dass dort alles schön piano auf See war, der sieht sich getäuscht, denn es gab auch wieder gut Seegang und Dina was not amused.

Ja und nach drei Tagen, also eigentlich ja weniger als 48 Stunden, war es dann auch schon wieder vorbei mit Katamaran fahren, schnorcheln und am Strand herumlungern. Für seetüchtigere Leute bleibt zu empfehlen, als Crewmitglied auf einem der zahlreichen Ausflugsschiffe anzuheuern und so ein paar Tage auf einem richtigen Segelboot zu verweilen. Dann schwankt es in den Beinen auch viel mehr, wenn man wieder an Land ist und man wird vielleicht für einen Betrunkenen gehalten. Oder für einen Australier, denn hier werden schöne T-Shirts verkauft mit Sprüchen wie „I’m not drunk, I’m Australian!“.

Na dann, Prost! Ähem, cheers mate!

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2 responses

23 09 2009
Nathalie

Wie immer, wunderschöne Bilder, super Kommentare…leider komme ich im Moment nicht so oft dazu, alles schön in Ruhe zu lesen, da irgendwie hier in Kanada alles etwas anders ist…abe ich geb mir Mühe 🙂

26 09 2009
mathieu

wirklich geiles outfit,da stecken qualitaeten in dir.mensch dina so wird dit nuescht mit der weltumseglung.ich sehe ihr habt jede menge spass.weiter so….wann geht es mehr ins landeinnere?matze

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