Abgeschnitten.

9 01 2010

Seit dem 6. Januar sind wir nun also in Yangon, der chaotischen 6 Mio Metropole im 47 Mio Einwohner Staat Myanmar.

Und wir sind abgeschnitten. Abgeschnitten von gmx.de und wordpress.com. Matze kann weder auf sein Postfach zugreifen, noch den Blog aktualisieren. Zum Glueck koennen wir Dina’s web.de Adresse nutzen, um wenigstens Kontakt mit der Heimatbasis halten zu koennen.

Die vom Militaer diktierte Online-Zensur scheint einige Email-Provider und Blogging-Plattformen sowieso auf der schwarzen Liste zu haben. Nur mit Hilfe von Zorro, dem schwarzen Raecher aus Usingen, koennen wir diesen Beitrag online stellen.

Die noch austehendene Berichterstattung zu Neuseeland und der Zwischenstation Singapur wird noch nachtraeglich erfolgen. Myanmar wird offline festgehalten, schoen altmodisch mit Stift und Papier.

In dem Land, dass nach seinen Einwohnern auch Burma genannt wird, gelten eben andere Regeln. Hier regiert neben der Militaerregierung auch das Chaos. Was in Singapur noch undenkbar war, ist hier an der Tagesordnung.

Auf den Strassen herrscht ein undurschaubares Gewusel an Menschen. Ueberall gibt es Strassenstaende, an denen u.a. Tierinnereien gereicht werden und die Gaeste auf kleinen bunten Plastikstuehlen und ebenso miniaturartigen Tischen essen. Man kann sich am Strassenrand aus der Hand lesen lassen oder mal eben eine kurze Massage verpasst bekommen. Brummende Dieselgeneratoren sorgen fuer einen Hoellenlaerm, denn immer wieder faellt der Strom aus. Schrottreife Autoimporte verpesten die Luft und sind ein staendiges Verkehrsrisiko, wobei die noch groesste Gefahr von den maroden Buergersteigen ausgeht, da diese einem Truemmerfeld gleichen.

Die Maenner tragen Wickelroecke, sogenante Longhis, denn Myanmar ist das letzte verbliebene Land in Suedostasien, wo noch mehr traditionelle als westliche Kleidung getragen wird. Viele Frauen und Maedchen haben eine Makeup-artige Paste namens Thanaka kreisfoermig oder eckig auf die Wangen aufgetragen. Die hellgelbe Farbe stammt vom Indischen Holzapfelbaum und soll nicht nur von der harschen Sonne schuetzen, sondern auch die Haut schoen geschmeidig halten.

Myanmar ist eine andere Welt, eine eigene Welt.

Am 9. Januar geht es mit Air Mandalay nach Sittwe im Westen des Landes, von wo wir ein Boot chartern werden, um ins entlegene Mrauk U zu gelangen, wo sich in einem guten Jahr nur 3.500 – 4.000 Besucher hinverirren. Der Rueckflug nach Yangon ist fuer den 15. Januar gebucht, denn am naechsten Tag geht es weiter mit dem Flieger nach Mandalay. Von dort werden wir uns dann wieder gen Sueden via Bagan und Inle Lake wieder nach Yangon arbeiten, um dann am 29. Januar nach 24 Tagen Myanmar wieder ins behuetete Singapur zurueckzukehren.

Doch jetzt kann erst mal unser letztes Abenteuer losgehen. Vielleicht eines der letzten Abenteuer in Suedostasien ueberhaupt.

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One response

10 01 2010
Nadine

Viel Glück und Spaß euch Beiden!
VG
Nadine

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