Geschmolzene Weihnachtsgefühle.

18 02 2010

Ort: Christchurch (NZ)
Zeitunterschied: +12 Std. MEZ
Wetter: Weihnachtliche 27°

„It’s a mess, it’s a mess“ („Es ist ein Chaos, es ist ein Chaos“; Anm. d. Red.) waren die Worte, die unser Couchsurf-Gastgeber Brandon immer wieder entschuldigend wiederholte. Und ja, in der Tat, das war nicht übertrieben, denn der Anblick, der sich uns auf dem großen Grundstück vor den Toren Christchurchs bot, war wirklich erbärmlich. Da standen zwei große Häuser nebeneinander, die darauf warteten verheiratet zu werden, doch die Liebesmüh schien keine Früchte tragen zu wollen. Der 57-jährige IT-Admin der Uni von Christchurch versuchte nun schon seit über 20 (in Worten: zwanzig) Jahren einzuziehen und Ordnung in die zwei Bruchbuden zu bekommen. Das totale Chaos, die beiden Gebäude schienen nichts anderes zu tun, als auf die Abrißbirne zu warten.

Doch wir waren nicht wegen schöner Landhausidylle und gebügelten Stoffservietten in die Stadt gekommen, sondern um Weihnachten zu feiern. Und zwar mit Freunden. Die Monkeys, Michi und Josef, waren nämlich auch „in da house“. Naja, eigentlich ja „in front of da house“, denn wir hatten bei Brandon die Möglichkeit auf dem Grundstück zu parken, unser Zigeunerlager aufzuschlagen und nach guter alter westeuropäischer Sitte ein Weihnachten bei 27°C zu feiern. Brandon hatte sich selber Freunde eingeladen und war somit vollkommen beschäftigt. So konnten wir ein eigenes Festmahl auffahren und uns gemütlich den ganzen Tag lang im Campingstuhl betrinken. Ach wat schön.

Leider mussten die Monkeys schon am 1. Weihnachtsfeiertag abreisen, da es für sie zum Jahreswechsel nach Sydney gehen sollte. Doch auch wir hatten noch so einiges auf dem Zettel stehen und haben uns nicht gerade gelangweilt.

So langsam aber sicher konnten wir den Countdown bis zur Abreise aus NZ immer lauter ticken hören und wir mussten doch noch Rosarka an den Mann oder die Frau bringen. Wir also schön Flyer gebastelt und von Hosteltür zu Hosteltür gefahren und Rosarka am Schwarzen Brett zum Verkauf angeprangert.

Die Resonanz war dürftig und so beschlossen wir für einen Tag nach Kaikoura zu fahren, was aber bei bedecktem Himmel nicht so zu überzeugen wusste.

Wieder zurück in ChCh und noch immer ohne wirklichen Kaufinteressenten ging uns so langsam die Muffe und wir kreuzten beim Backpacker Car Market auf, um mal die Lage abzuklopfen. Der eigentlich gar nicht so unsymphatische Vermittlertyp hatte dann eine gute und eine schlechte Nachricht für uns. Die gute war, dass wir mit Rosarka wirklich eine tschechische Prinzessin im Gepäck hatten, die deutlich über dem durchschnittlichen Niveau der gängigen fahrbaren Untersätze lag. So weit so gut. Freude. Die schlechte war dann aber, dass die Woche zwischen Weihnachten und Sylvester die denkbar schlechteste Woche des ganzen Jahres wäre, wann man sein Auto verkaufen möchte. Entweder sitzen die potentiellen Käufer noch zuhause bei Mutti und müssen den ganzen Tag Weihnachtsgans und Lebkuchen essen oder sie lassen es noch ordentlich über den Jahreswechsel in Sydney krachen. Das war also als würde man einen Halal-Imbiss mitten im Ramadan eröffnen. Scheiß-Timing.

Also Planänderung. Anstatt Rosarka schon ein paar Tage vor Abflug nach Singapur zu verschachern, beschlossen wir bis zum letzten Tag im Van zu übernachten und ihn dann zum Backpacker Car Market zu bringen, NZ$250 auf den Tresen zu legen und dann einfach abzuwarten bis sich der Wagen quasi von selbst verkauft.

Wir hatten uns also von der Sorge befreit und ab ging es auf die Banks Peninsula gleich umme Ecke. Da gabs ein schönes Tourikaff namens Akaroa, wo man mit allem Französischen eine schnelle Mark machen wollte und man schön den Eingeborenen beim Eis essen zuschauen konnte. Doch spektakulär war schon die Anfahrt. Rosarka ächzte auf ihrer letzten großen Tour für uns nochmal die Hügelkuppen hoch und runter und wir konnten die Aussicht auf die vielen Buchten der Halbinsel genießen. Fein, fein.

Zum Jahreswechsel erhofften wir uns etwas menschlichen Anschluß und so ging es ins Vagabond Hostel, wo wir für einen schmalen Taler nicht nur im Hof parken und auch schlafen, sondern auch die Küche und das Töpfchen nutzen konnten. Und ach, welch Überraschung. 90% der Hostelgäste waren der deutschen Sprache mächtig. Wir hatten ja vorher noch kein Hostel in NZ von innen gesehen, kannten den Spaß ja aber schon aus Australien. Jaja, in diese zivilisierten Länder lässt man die Kleinen gern auch mal alleine ziehen, um sich nach dem Abi die Hörner abzustoßen.

Dort lernten wir dann aber auch zwei nette Landsleute, Julie und Sebastian, kennen, mit denen wir dann auch beschwingt den Jahreswechsel feierten. Bei uns hieß die Devise wieder mal „Martini statt Böller“ und so ging es recht fein angehübscht in die Innenstadt, wo allerdings die Stadt ChCh ein großes Alkohol- und Rauchfreies Neujahrsfest auf die Beine gestellt hatte. Laaaaaaangweilig. Wir kamen gerade pünktlich zum Feuerwerk und dann nach spektakulären 30 Sekunden war dieses auch schon beendet. Ach, diese Wirtschaftskrise. Zum Glück fanden wir noch durch Zufall das „Le Petit Croix“, ein kleines französisches Bistro, das auch als Champagner-Cafe bekannt ist, wo wir noch gut versacken konnten.

Und Peng! 2009 war vorbei. Scheiße! Wir waren fast das ganze Jahr unterwegs, 11 Monate schon. Das sind 11/12 oder auch 92% von projekt365. Wir hatten Schweißperlen, die uns auf der Stirn standen. Sollte es denn fast schon vorbei sein? Wir waren doch noch gar nicht müde, noch gar nicht satt. Immer noch begierig nach neuen, aufregenden Abenteuern und Erlebnissen.

Aber wat willste machen. Fehlfarben sangen „Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran“ und Steppi sachte ja auch immer „Lebbe geht weider“. So also auch für uns.

Am 2. Januar war nun also auch das Kapitel Neuseeland Geschichte, wir brachten Rosarka schweren Herzens zum Car Market und es ging weiter nach Singapuritanien. Bis gleich also.





Ein Loch im Sand und faule Eier in der Luft.

15 12 2009

Ort: Von Coromandel nach Rotorua (NZ)
Zeitunterschied: +12 Std. MEZ
Wetter: Sonne, Regen, Schwefel

Nach zwei unterhaltsamen Tagen bei Lozo ging es dann endgültig raus aus Auckland und gen Osten, der Halbinsel namens Coromandel entgegen. Wir tuckerten schön auf dem Pacific Ocean Highway entlang der Küste und genossen die Aussicht. Coromandel gilt noch als recht unberührt und ist noch mit reichlich Wald ausgestattet. Doch vor allem die Strecke entlang der schroffen Westküste wusste zu begeistern. Die See peitscht, die Straße schlängelt sich durch kleine Ortschaften und urige Pohutukawa-Bäume säumen den Wegesrand. Alles in allem also schön entspannt, einfach etwas Natur gucken und die Szenerie genießen.

In Coromandel Town gab es dann frischen geräucherten Fisch. Leider auch nur geräuchert, da es dort neuseeländischen Fischern nicht gestattet ist, Fisch direkt vom Boot bzw. vom Hafen aus zu verkaufen, wie es in Australien noch üblich war.

Auf der Schotterpiste bis hoch nach Port Jackson waren wir dann die so gut wie Einzigen und auf der DoC Campsite vor Ort wurde mit Schwebedeckel (Ostdeutsch für Frisbee, Anm. d. Red.) und Federball relaxed.

Eigentlich wollten wir dann ein Stück auf dem Coromandel Coastal Walkway wandern, allerdings machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, denn es windete nicht nur wie an besten patagonischen Tagen, sondern die Himmelsschleusen öffneten sich und es ergoß sich wie aus Kübeln. Dafür war dann aber die Fahrt auf Schotterpiste durch Regen und Dunst ein Erlebnis.

Also nichts wie weg und ab an die mildere Ostküste. So richtig war der Sommer noch nicht angekommen aber es war vertretbar bei der Cathedral Cove mal ins Wasser zu springen. Der ausgespülte Felsdurchgang hatte zwar mit einer Kathedrale recht wenig zu tun, doch „Way through cove“ schien wohl nicht das Potential zu haben, viele Touristen anzuziehen.

Das eigentliche Highlight der Ostküste Coromandels ist aber Hot Water Beach. Die Halbinsel ist vulkanischen Ursprungs und es findet sich 2 Km unter dem populären Hot Water Beach noch immer Magma, die sich zwar abkühlt aber immer noch 170°C heiß ist. Diese Magma erhitzt versickerndes Grundwasser und lässt dieses etwa 60°C als heiße Quellen direkt am Strand erspringen. Wir mussten also nur noch ein flaches Loch zwei Stunden vor oder nach Ebbe im Wattbereich graben. Es war verdammt viel los am Strand und jeder wollte sich seinen eigenen heißen Whirlpool buddeln. Wir hatten Glück und erbten den Pool von zwei Slowaken, doch es hieß ständig nachbessern und Poolmauern sichern. Trotzdem sehr relaxed, obwohl man aufpassen musste, nicht zu nah an der heißen Quelle zu buddeln. Aua, heiß.

Die Dusche danach wurde direkt am Strand genommen. Zurzeit ist das Leben on-the-road schon etwas Hippie-mäßig. Caravanparks oder Campsites sehen wir selten oder gar nicht, Dusche gibt’s entweder kalt, in Flüssen oder Seen oder pipiwarm mit unserer Solardusche, geparkt wird oft auch auf Feldwegen, Rast- oder Picknickplätzen. Mir sind die Haare lang gewachsen und ein 12 Tage Bart. Janis Joplin und The Doors im Radio. Und Rosarka verpestet die Luft mit Dieselabgasen. Jaja, damals dachten wir, wir könnten die Welt verändern.

Und dann Rotorua. Die Stadt die man riechen kann. Überall muckert es nach faulen Eiern. Wat is da denn los, wird der interessierte Bürger fragen? Geothermische Aktivitäten. Mit lecker Schwefelgeruch rund um die Uhr. Wo aber Geothermie, da auch Thermalbäder. Und so sind wir für ein paar Stunden im Polynesian Spa verschwunden und haben die sieben Outdoor-Pools mit Seeblick genossen. Die Temperatur rangierte von 38°-42°C und selbst die Gesichtshaut fühlte sich danach an, als hätte man einen Baby-Popo ins Gesicht verpflanzt bekommen. Ach wat schön.

Zu Hell’s Gate ging es dann auch noch. Naja, als George Bernhard Shaw im frühen 19. Jahrhundert mal in der Gegend um Rotorua war, hatte sich der bekennende Atheist, so vor den brodelnden Schlammlöchern ins Hemd gemacht, dass er es Tor zur Hölle nannte und danach doch glatt zur Religion übergetreten ist. Wir haben dafür mineralhaltigen Schlamm gegessen und die Feuchtigkeit aus Lehm gepresst, so dass man danach nicht nur weiße Pantomime-Hände hatte, sondern diese auch noch seidig-zart wurden.

Und als vorbildlich interessierte Besucher Neuseelands wollten wir dann etwas tiefer in die Maori-Kultur eintauchen. Bräuche und Sitten kennenlernen, ein Versammlungshaus schnitzen, ein Tattoo über’s ganze Gesicht machen lassen oder einen Kiwi-Vogel auf den Grill tun. Maori-Alltag eben. Und Rotorua ist bekannt für sogenante Maori Village Touren. Wir also hin, die Tour von Tamaki gewählt und uns wurde ein authentisches Erlebnis versprochen. Den anderen 200 Touristen leider auch. Im nachgebauten Maori-Disneyland gab es dann eine Begrüßungszeremonie, der wir in der zweiten Reihen beiwohnen durften. Ganze 15 Minuten hatte man dann für das „Dorf“ selber, bevor man in ein Versammlungshaus getrieben wurde, wo dann ein Konzert und eine Haka aufgeführt wurde. Ein weiterer Bestandteil sollte dann ein Hangi sein, ein warmes Erdofen-Essen. Vor dem Restaurant war zwar ein Hangi nachgebaut, doch der diente wohl nur zu Demonstrationszwecken, da das Essen schön ordentlich in klassischen Catering-Kübel kam. Da gab es dann auch ganz typische Maoriküche wie Lammbraten mit Minzsoße und Hühnchenbrust. Alles in allem recht enttäuschend aber „Kultur“ von tanzenden Grimassenschneidern mit Gesichtstattoo-Fake funktioniert nun mal gut als Gelddruckmaschine.

Dann wurde der Lady Knox Geysir im Wai-O-Tapu Geothermal Wonderland als must-do angekündigt. Pünktlich jeden Morgen 10:15 Uhr bricht er aus, wurde uns angekündigt. Hui, wir waren beeindruckt. Ein pünktlicher Geysir! Wie das denn? Was verursacht denn die Eruption? Und wie ist das mit der Zeitumstellung? Und überhaupt? In Nordamerika soll es ja durchaus Geysire geben, die jeden Tag zu einer ganz bestimmten Zeit ausbrechen. Wir waren also gespannt. Und dann nur noch enttäuscht. Alles Fake, alles inszeniert, alles schön als erste Etappe für die Touribusse konzipiert. Unter dem Lady Knox Geysir liegen zwei verschieden heiße Wassermassen und wenn die Oberflächenspannung des kühleren Wassers bricht, vermischen sich beide und es entsteht Dampf, der sich als Geysir-Fontäne entlädt. Doch das passiert nicht nach einem genauen Zeitplan, sondern in einem Intervall von 24 bis 72 Stunden. Wir saßen also wie im Kino vor dem Geysir mit der ganzen Meute und warteten, dass es 10:15 Uhr wurde. Und dann kam ein Typ vom Wunderland und packt doch allen Ernstes zwei Stück Seife in den Geysir, um die Oberflächenspannung des Wassers zu brechen. Naturgewalt mit Kippschalter. Buuuuuuuuuuuh, Nepper, Schlepper, Tourifänger.

Na wenigstens war das Wai-O-Tapu Wunderland dann echt und wir konnten allerlei geothermische Aktivität an brodelnden Löchern bestaunen. Verschiedene Mineralien und Bakterien verleihen den heißen Pools zudem noch eine schillernde Farbenpracht. Schwefel sieht so aus, wie er riecht, gallig-gelb, Orpiment zaubert ein schönes giftgrün, Permaganat sorgt für purpur und rot und braun entsteht durch Eisenoxide. Lecker Schlammtümpel.

Ach, Couchsurfen waren wir mal wieder. Dieses Mal bei Lorraine Turner, einer Dame älteren Semesters, die mit Mann, 2 Pferden, Schafen und allerlei anderem Getier vor den Toren Rotoruas residierte. Und wie der Zufall so wollte, haben wir die Monkeys und Sebastian in der Stadt wieder getroffen und wir haben zusammen im Hause Turner einen geselligen Abend mit gutem Curry und Vino verbracht. Wir haben uns gefreut.

Und rubbeldiekatz, war schon wieder eine Woche vorbei. Die nächste Station sollte Taupo und der Tongariro Nationalpark sein.





Sydney, Auckland und Rosarka.

26 11 2009

Ort: Sydney (AUS), Auckland (NZ)
Zeitunterschied: +10/+12 Std. MEZ
Wetter: 4 Jahreszeiten an einem Tag, jeden Tag

Nach der holden Schönheit Tasmaniens drehte es sich dann einmal nicht um blühende Wildblumen oder bekloppte Wombats, sondern vor allem um neue Bekannte, die Freunde wurden.

Sydney fanden wir bei unserem ersten Besuch ja nicht so spektakulär wie erwartet. Doch es gab schon mal den ersten Pluspunkt, was das Wetter angeht. Nach kalten tasmanischen Nächten waren wir froh mal wieder die kurzen Höschen rauszuholen und etwas Sonne zu tanken. Es war mal wieder Couchsurfing angesagt und so landeten wir bei Joe und Lucy im schönen Vorort Manly. Alles wirkte sehr aufgeräumt, es gab wieder shiny happy people, einen Strand in kurzer Laufdistanz und gutes Essen. Manly war ein Ort, wo man seine Kinder großziehen möchte. Joe war zudem ein absolut witziger Typ, der einiges zu erzählen hatte. Wenn man in seinem Lebenslauf aber stehen hat, dass man in Armenien geboren wurde, in Kairo aufgewachsen ist und heute professioneller Hypnotiseur und gleichzeitig Daytrader ist, dann sollte das nicht verwundern. Sydney zeigte sich durch Manly und Joe und Lucy von seiner angenehmen Seite, es gab eigentlich keinen Grund in die hektische Innenstadt zu fahren.

Einzig das Wiedersehen mit Anja und Pit ließ uns die Fähre zum Circular Quay an der Oper nehmen, um uns im ältesten Stadtteil Sydneys, The Rocks, ein paar Bier zu genehmigen. Es gab frisch Gezapftes auf der Dachterrasse eines Pubs mit Blick auf die Oper, danach noch sensationelles Essen bei einem Inder und zum Abschluß des entspannten Abends lecker Lokalbräu aus einer urigen Eckkneipe. Wieder ein gepflegter Abend.

Der Drops namens Australien war also gelutscht. Drei Monate sind ins Land gezogen und das Fazit fällt gemischt aus. Der Preis und Kulturschock saß nach der Ankunft aus Südamerika tief. Die Ostküste mit nachtaktiven Hostelgästen, saufenden Iren und simpel gestrickten 19-Jährigen tat ihr übriges. Die bisher größte Enttäuschung. Der Spaß fing bei uns erst an, als wir unabhängig von Transport und Unterkunft im Spaceship unterwegs waren. Vielleicht hätten wir die Ostküste so auch anders erlebt, wir wissen es nicht. Darwin, im heißen Norden Australiens, war eine furchtbare Stadt und wir hatten nicht die beste Zeit für einen Ausflug in den Kakadu-Nationalpark erwischt. Es war einfach zu trocken am Ende der 5-monatigen Trockenzeit. Melbourne gab uns wieder ein Hoch, allerdings müssen die sich nach noch etwas mit dem Wetter einfallen lassen, das geht so nicht. Die Grampiens und die Great Ocean Road blieben uns auch in guter Erinnerung. Sicher auch, weil wir wieder flexibel im Spaceship unterwegs waren. Das klare Highlight aber war Tasmanien. Einfach wunderschön.

Wir würden wiederkommen nach Australien. Wir würden die Westküste mit eigenem Allradwagen erkunden und wir würden das staubige Zentrum mit dem großen roten Felsen, der den Aborigines so heilig ist, besuchen. Doch jetzt werden wir erst mal für neun Wochen Neuseeland entdecken.

Nach den vier Nächten auf der Couch in Manly, Sydney, ging es direkt auf die nächste Couch nach Auckland. Zu Lozo und Lucy. Und was für ein Empfang. Das riesige Haus in Waitakere, West Auckland, platzte nur so aus allen Nähten vor anderen Couchsurfern und Familienmitgliedern. Damit hatten wir nicht gerechnet.

Doch eine der bemerkenswertesten Persönlichkeiten, die wir je kennengelernt haben war unser Gastgeber. Lozo, eigentlich Lorenzo Santamaria, ist gebürtiger Südafrikaner. Ein sogenannter „Cape Coloured“, also Mitglied eine farbigen Minderheit aus der Gegend um Kapstadt und unglückliches Opfer von Schwarz-Weiß-Denkens am südlichen Zipfel Afrikas. Zu Zeiten der Apartheid stand er in erster Linie bei den Demonstrationen gegen die rassistische Segregationspolitik. Er war gesuchter Staatsfeind, musste im Exil leben, mehrfach seine Identität wechseln und saß dann doch ein Jahr auf der berüchtigten Gefängnisinsel „Robben Island“ ein, wo auch schon Nelson Mandela 19 Jahre seines Lebens fristen musste. Dann nach Ende der weißen Apartheid, wurden Gesetze eingeführt, die die schwarze Bevölkerung wieder bevorteilen sollte. Doch Lozo war als Farbiger nicht Schwarz genug, obwohl er doch Seite an Seite gegen die Rassenpolitik der weißen Minderheit gekämpft hatte. Reverse Apartheid. Wie ungerecht muss man sich behandelt fühlen. Doch er ist keiner der jammert und schimpft. Ein Kämpfertyp, 100% Energie, ein Hurrikan. Er war 1992 Teilnehmer der Olympischen Spiele in Barcelona – als Triathlet. Und heute nach fast 20 Jahren ohne ernsthaftes Training steht er jeden Morgen um 5 Uhr auf, um ins Fitnessstudio zu gehen oder mal eben 280 Km mit dem Fahrrad zu fahren. Wenn mal gerade nicht trainieren angesagt ist, wird am Haus herumgewerkelt, jeden Tag scheint sich etwas zu verändern. Lozo scheint immer gut gelaunt zu sein und uns ist es ein Rätsel, wo er diese Energie hernimmt.

2005 ist der Familie auch noch das Haus abgebrannt und sie haben fast alles verloren. Heute ist alles wieder aufgebaut und die Einstellung zu materiellen Dingen hat sich geändert. Es sind andere Sachen wichtig. Das war vielleicht auch ein Grund, warum sie später mit Couchsurfing angefangen haben und in den letzten Monaten unfassbar viele Leute gehostet haben. Während der acht Tage, die wir in Gesellschaft dieser großartigen Familie verbracht haben, waren immer gleichzeitig um die 8-10 andere Couchsurfer da. Drei Amerikaner, zwei Deutsche, eine Französin, ein Italiener, zwei Argentinier, eine Schottin, zwei Spanier und die Monkeys aus Österreich. Wir haben wieder viele interessante Leute getroffen, alles Langzeitreisende. Doch hier jeden gebührend zu würdigen, würde den Rahmen sprengen.

Und was? Acht Tage couchsurfen? Ja, 8 Tage. Wenn man nach Neuseeland kommt, stellt sich schnell die Frage wie man am besten durch die Lande reist. Auto mieten oder kaufen und dann im Hostel schlafen oder doch einen kleinen Campervan mieten oder kaufen. Viele Möglichkeiten, viele Fragen. Aber nach Abwägen aller Optionen fiel die Wahl dann doch auf das Modell: kleinen Campervan kaufen. Für etwa 2000€ bekommt man dann einen alten ausrangierten Japaner, denn unsere Freunde von der Insel haben sehr strenge Auflagen vom Gesetzgeber, was den Zustand des Wagens angeht und auch die Entsorgung ist mit immensen Kosten verbunden. Daher lohnt der Export in alle Welt.

Lozo fuhr uns wie ganz selbstverständlich zum Wochenend-Automarkt, doch wir waren zu langsam bei der Kaufentscheidung und der Wagen fuhr vor unserer Nase vom Hof. Aber ein Auto kauft man mal nicht eben wie einen Kaffee, sondern man braucht etwas Bedenkzeit. Dumm nur, wenn die umgebauten Campervans mit Holzbett und allem was man so im Camperleben braucht, weggehen wie warme Semmeln.

Egal, zwei Tage später hatten wir Erfolg. Nachdem wir einige Hostels in Auckland abgeklappert hatten, trafen wir uns mit Martin, Pavla und Rosarka. Die ersten beiden stammen aus der tschechischen Bierstadt Pilsen und lebten ein Jahr lang in einem 1987er Toyota Hiace namens Rosarka. Da war sie also – Rosarka (bei der Aussprache die Stimme tief stellen und einen tschechischen Akzent immitieren, Anm. d. Red.). Von außen keine Schönheit, mit einigen Makeln aber innen tiptop. Der Motor läuft nach mindestens 230.000 Km noch wie eine Eins, obwohl offensichtlich am Tacho manipuliert wurde. Rosarka läuft nämlich mit Diesel, was zwar im Vergleich zu Europa um 35% billiger ist als Benzin, man aber gezwungen ist eine Phantasiesteuer von NZ$40 pro gefahrene 1000 Km zu zahlen. Und genau die kann man natürlich gut sparen, wenn den Tachometer abgeklemmt. Letztlich kommt es aber auf paar tausend Kilometer mehr oder weniger auch nicht an, wenn die Werkstatt sagt, dass alles in Ordnung sei. Und das war bei Rosarka der Fall.

Auto kaufen ist in Neuseeland so einfach wie mal kurz Brötchen beim Bäcker holen. Nur mit Formular eben. Es war eine Sache von fünf Minuten. Hübsch unbürokratisch. Nachdem das Kaufgeschäft abgewickelt war, haben uns die schlitzohrigen Tschechen dann auch noch ganz beiläufig gestanden, dass eigentlich 10.000 Km mehr auf der Uhr stehen müssten. Schlitzohritsch eben.

Top war aber die Ausstattung unserer Rosarka. Trotzdem wurde aber wegen dem Wohlbefinden (man gewöhnt sich an allem, auch am Dativ, Anm. d. gut aufgelegten Red.) neues Bettzeug gekauft und ein zweiter Gaskocher angeschafft. Und Vorhänge mussten her. Denn dunkel muss es innen sein, wenn draußen die Straßenlaternen scheinen und der Nachtschlaf gesichert werden soll. Wir hatten also einen schönen großen Wohnzimmervorhang im Räumungsverkauf erstanden, der genau das Blau unserer Innenausstattung traf und sonnendicht ist. Es musste jetzt nur noch zugeschnitten und geschneidert werden. Lozo hatte eine gute alte Genomi Nähmaschine aus den 60er Jahren, deren Handhabung nach 1-stündiger Begutachtung und unter großer Mithilfe unseres österreichischen Freundes Josef auch endlich verstanden wurde und wir wie in einer philipinischen Kinderwerkstatt wieselflink die Vorhänge umnähten. Mutter du kannst stolz sein auf deinen Sohn . Ich habe genäht, an einer Nähmaschine. Und so haben wir nun Vorhänge, die den Marktwert des Wagens nochmals in astronomische Höhen treiben.

So vergingen die Tage bei den Vereinten Nationen in Auckland. Acht Tage waren wir zu Gast in Lozos Haus. Wir kamen als Couchsurfer und gingen als Freunde. Aber wir mussten endlich los. Endlich on the road. Auf nach Norden, nach Nordland, bis hoch ans Cape Reinga, den für die Maoris heiligsten Ort Aotearoas, dem Land der langen weißen Wolke.





Ein Spaceship in den Tropen.

4 10 2009

Ort: Cairns > Port Douglas > Daintree NP > Cooktown > Atherton Tableland > Cairns (AUS)
Zeitunterschied: +8 Std. MEZ
Wetter: Open-air duschtauglich

Australien. Endliche Weiten. Wir melden uns von der Kommandobrücke von Spaceship BELKA unserem Zuhause für sechs Tage im nördlichen Queensland. In Cairns hatten wir uns einen Toyota Estima aus der Camper Van Flotte des Verleihers Spaceship gemietet. 2007er Baujahr, 25cm Bildschirm mit DVD Player und zeltähnlichem Heckanbau für noch mehr Platz und bessere Belüftung zum schlafen. Also eigentlich überhaupt nicht raumschiff-like aber sehr fein und hochwertiger als der Schrott, der hier sonst so durch die Gegend fährt.

Doch der Reihe nach. Am besten einen Kaffee holen oder noch schnell einen Toast mit Vegemite machen, heut wird es etwas länger.

Nach Mission Beach ging es in die beschauliche Großstadt Cairns. Dort sollen ja angeblich 300.000 Leute wohnen, wovon allerdings nichts zu merken war. Auf dem Rusty Markt gab es lecker Frischobst und Gemüse günstig zu erstehen, an der Strandpromenade wurde der öffentliche und zudem auch kostenfreie Pool probiert und einem Sonntagskonzert gelauscht. Aber alles, sehr gemächlich.

Doch in Cairns gab es auch ein großes Hallo mit Dina’s Mama und Jürgen, sowie den zwei Reisebegleitern Michaela und Ullrich. Nach über sieben Monaten das erste persönliche Treffen, das dann auch mit ordentlich Schmaus und Kaltgetränken gefeiert wurde. Unser erster Restaurantbesuch in Australien! Doch das Wiedersehen währte nur von kurzer Freude, denn nicht nur sie, sondern auch wir hatten Reisepläne.

Und so ging es dann an einem Montag im September los. Unser Spaceship abgeholt, dann erst mal an Linksverkehr und Automatik-Schaltung gewöhnen, einen Tramper aufgesammelt und ab nach Port Douglas. Port hatte schon ordentlich Vorschußlorbeeren einsammeln können und konnte diese auch bestätigen. Zwar ist das kleine Kaff recht touristisch, aber optisch ganz weit vorn dabei. Auf der Hafenmole konnte man den Angler im Schein der untergehenden Sonne zuschauen, am 4 Mile Beach abhängen oder im ANZAC-Park einen der öffentlichen Grillplätze nutzen. Wir waren ja erst seit 60 Minuten Camper und hatten daher aus Bequemlichkeit schon mal vorsorglich einen Riesenpott Curry vorgekocht, der dann nur noch warm gemacht werden musste. Auch hier nochmal Anerkennung für die Instandhaltung der öffentlichen BBQs und Toiletten. Sauber, keine stumpfen Graffiti-Tags und nicht verwüstet, wie man es zuhause ja gern mal vorfindet.

Wir hatten dann auch den Tipp von Ben, den von uns in Cairns aufgegabelten englischen Tramper, bekommen, es am rechten Ende des 4 Mile Beach mit wild campen zu probieren. Ein ruhiger Platz, wo keine Pozilei vorbeikommt, denn auf „für lau pennen am Straßenrand“ stehen zwar nicht drei Jahre Kinderbergwerk aber immerhin AU$150 Strafe. Erst am nächsten Morgen bei Tageslicht wurde uns klar, was für ein wunderschönes Plätzchen wir uns da empfehlen lassen hatten. Direkt am Strand. Jaja, schon wieder Strand wird der regelmäßige Leser bemerken, da wurde doch die letzten Male häufig mal gelangweilt gemeckert. Aber dieses Mal anders. Hier oben sind wir nämlich in den Wet Tropics, den feuchten Tropen also, und das heißt Regenwald, der widerum direkt bis an den Strand reicht. Amazing. Awesome. Wonderful. Nachdem uns dann die schwärmerischen Adjektive ausgegangen waren, um diesen feinen Ort zu beschreiben, ging es dann weiter gen Norden. In den Daintree Nationalpark, der für sich den Titel des ältesten Regenwaldes der Welt beansprucht.

Das Gebiet gehört zu einem der touristisch erschlossensten Gegenden in ganz Australien. Daher war es nicht verwunderlich, dass sich die Pfade nicht etwa wild mitten durch den Dschungel bahnten, wie wir das aus Bolivien kannten, sondern schön ordentlich als Wanderweg auf Holzplanken angelegt waren. Also schön für den Massentourismus gemacht, dass auch Oma mit dem Hackenporsche mitkommen kann. Das soll aber gar nicht so negativ klingen, denn die drei Boardwalks (Jindalba, Marrdja und Dubuji) waren wirklich gut gemacht und mit Infotafeln bestückt, so dass man nicht unbedingt dümmer aus dem Busch kam.

Zu den bemerkenswertesten Entdeckungen zählte mit Sicherheit die Würgefeige, die teilweise gigantische Ausmaße annehmen konnte. Es beginnt immer mit einem kleinen Samen, der sich in mehreren Metern Höhe auf einem Ast irgendeines Baumes absetzt. Mit der Zeit wachsen die Wurzeln der Feige nach unten und nehmen im Verlauf den ganzen Baum in Beschlag, was soweit führen kann, dass der Baum, der zuerst da war, wortwörtlich von der Würgefeige stranguliert wird und abstirbt. Faszinierend, was sich die Natur da wieder ausgedacht hat. Auch Mangroven mit ihren Kabel- und Schnorchelwurzeln sind ein erstaunlicher Lebensraum, der bestaunt werden konnte.

Zum berühmten Cape Tribulation ging es dann natürlich auch. Auf dem Weg dahin gab’s einen Stopp im Bat House. Dort werden flugunfähige Flughunde aufgepäppelt und gepflegt. Und wir haben mal wieder etwas für’s Klugscheißen am Frühstückstisch gelernt. Flughunde haben nämlich im Gegensatz zu Fledermäusen kein Sonar und fressen auch keine Insekten, sondern sind Vegetarier. Das gab gab schon mal Sympathiepunkte bei Dina. Ihre nächsten Verwandten sind die aus Madagaskar bekannten Lemuren und gelten hier mittlerweile auch als bedrohte Tierart. Sie haben schon auch einen kleinen Vampirstatus und werden als Überträger von Krankheiten angeprangert, wo es nur geht, obwohl das nicht ganz stimmt. Naja, Old Boy hing auf jeden Fall ganz gemütlich in seinem Netz im Bat House und nachdem er einem Apfelstück den Saft und das Fruchtfleisch entzogen und den Rest ausgespuckt hatte, präsentierte uns der kleine Racker sein überraschend großes Gemächt. In menschlichen Relationen gesprochen, würden wir hier eher von einem Oberschenkel, als von einem Unterarm reden. Jaja, wer lang hat, der kann auch lang hängen lassen. Ein putziges Kerlchen.

Doch genug der Angeberei, es ging wieder zurück in die Zivilisation, nach Port Douglas um genauer zu sein. Am nächsten Tag stand dann der für australische Verhältnisse lächerlich kurze (250 Km) Road Trip nach Cooktown an. Es hatte seit Ende Mai nicht mehr geregnet, alles war trocken und die Klimaanlage im Spaceship bewahrte uns vor dem Hitzetod. So war es auch kein Wunder, als auf einmal ein Buschbrand in nahe Ferne rückte und sich die Rauchschwaden über die Fahrbahn zogen. „Licht an und schön sachte durch die schwarzen Schwaden“ war die Ansage der Brandschutzbeauftragten und es ging weiter nach Norden. Thematisch passend passierten wir dann die Black Mountains, die wie ein überdimensionierter Holzkohlehaufen aussahen. Und jetzt kommt gleich nochmal eine Netzer-Delling-Überleitung, denn das passende Grillgut gab es auch noch dazu. Auf den letzten 50 Km vor Cooktown gab es den Todestreifen, denn alle paar Meter hatte sich ein vormals lebendes Känguruh in Roadkill verwandelt. Überall lagen tote Tiere herum, an den widerum die Raben nagten.

Und so etwas tot kam uns dann auch Cooktown vor, denn aus der einst zweitgrößten Stadt Queenslands, deren Bevölkerungsboom der Goldrausch in den 50er Jahren hervorgerufen hatte, ist heute nicht viel übrig geblieben. Nur noch 3.000 Einwohner wohnen in der Stadt, in der man nur leben kann, wenn man entweder verrückt ist oder bereit ist verrückt zu werden. So jedenfalls erklärte uns das Gernot Jander, ein 72-jähriger pensionierter Aussteiger, den wir über das Couchsurfing Netzwerk gefunden hatten. Und was er für Geschichten erzählen konnte, ganz zu schweigen von seinem selbstgebrauten Bier und der italienischen Torteletta, die er uns am Abend auf den Tisch zauberte. Schade, dass wir nur so wenig Zeit mit Gernot verbringen konnten, denn wir hatten am nächsten Morgen die preisgekrönte Rainbow Serpent Tour von Guurrbi-Tours gebucht. Der 5-stündige Ausflug unter der Führung von Elder Willie Gordon gab uns einen mehr als interessanten Einblick in die Spiritualität und Philosophie der Aboriginies. Wir wurden zur Geburtstätte seines Vaters in den Bergen um Hopevale geführt und haben uns in die darum gewobenen Geburtsriten entführen lassen. Das hier widerzugeben scheint unmöglich, wer mal in der Gegend ist, sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Dank Gernot ging es am nächsten Tag zielgerichtet zur Granite Gorge bei Mareeba im Atherton Tableland. Dort gab es einen entspannten Campingplatz in der Nähe von riesigen Granitfelsen, der das zuhause von handzahmen Rock Wallabies war. Die kleinen Scheißer sehen aus wie eine Zwergenversion eines Känguruhs und springen mit Leichtigkeit von Fels zu Fels, während sie nur darauf warten von Touristen mit speziellen Pellets gefüttert zu werden. 100 Punkte auf der Niedlichkeitsskala, obwohl wilde Tiere füttern eigentlich nicht so unser Ding ist.

Zum Abschluß gab es noch ein paar Abstecher zu Curtain und Cathedral Fig Tree (Vorhangs- und Kathedralen-Würgefeigen, Anm. d. Red.), deren Wurzeln bizarre Ausmaße angenommen hatten, wir haben den kurzen Wanderweg um den Kratersee Lake Eecham gemeistert und beim anderen Maar namens Lake Barrine stopp gemacht. Es wurde natürlich alles angemessen bewundert.

Ja und dann waren die sechs ereignisreichen Tage auch schon vorbei und mit dem Spaceship wurde wieder der Heimathafen namens Cairns angeflogen.

Unsere bisher mit Abstand beste Zeit in Australien. Endlich haben wir das Australien erlebt, dass man in tollen Reisereportagen bewundern kann, das Australien, das mehr als nur shiny-happy people und no worries ist, das erste Mal, dass uns Australien wirklich etwas gegeben hat.





Warum Australier kein Känguruh essen.

23 09 2009

Ort: Townsville (AUS)
Zeitunterschied: +8 Std. MEZ
Wetter: Feucht-fröhlich

In Townsville angekommen hieß es mal wieder Couchsurfen. Mittlerweile haben wir in den ersten fünf Wochen schon immerhin fünf Tage für umme auf diversen Sofas (der inoffizielle Plural von Couch) genächtigt. Und hier sollten es zwei weitere Tage werden. Der routinierte Couchsurf-Papa holte uns vom Greyhound-Busstop ab und es ging in einen Vorort von Townsville. Andy wohnt dort mit seiner phillipinischen Frau Nanie und der 3-jährigen Tochter Asha, für die die wechselnden Couchsurfer eine willkommene Abwechslung und viele Spielkameraden bedeuteten. Sympathisch war auch das T-Shirt der Kleinen, das da sagte: „HELP! These are not my real parents“ („HILFE! Das sind nicht meine richtigen Eltern“, Anm. d. Red.). Doch nicht nur die Familie selber, auch das Haus war sehenswert

Ein altes Queenslander Haus, das traditionell auf Stelzen steht, um eine gute Durchlüftung im feuchtwarmen Klima des australischen Nordens zu gewährleisten, Pool im Garten und natürlich ein Bierkühlschrank auf der großzügigen Holzveranda. Das konnte schon was. Es wurde natürlich bei der Ankunft am frühen Nachmittag eine Pilsette aufgemacht und mit dem Hausherren der gesellige Abend eingeleitet. Er war stolzer Besitzer einer Jim-Beam-Uhr, die er für den Kauf von Jim-Coke im Wert von AU$49,90 bekommen hatte. Mit der Zeit kamen noch ein paar mehr trinkfreudige Mittvierziger und Freunde des Hauses, um am BBQ teilzunehmen. Und es wurde ganz klassisch gegrillt, mit schön fettiger Wurst und Rind auf dem Rost. Ein typischer Aussie-Abend.

Wo wir gerade beim Kulinarischen sind, mal eine kleine Einführung in die Australische Küche. Zuerst mal darf man ja nicht vergessen, dass sich der nationale Speisezettel aus dem Englischen ableitet. Und was soll man da schon erwarten? Richtig, Langeweile und Kopfschütteln, hier und da ein leichtes Würgen. Fangen wir mit dem Übelsten an: Vegemite. Der Brotaufstrich einer jeden australischen Kindheit, vergleichlich mit Nutella in Deutschland oder Dulce de Leche in Argentinien. Nur eben ziemlich ekelhaft. Das Zeug ist nämlich nicht süß, sondern salzig und schmeckt wie eingedickte Soyasoße. Oder man stelle sich Maggi-Brühwürfel als streichbare Masse auf dem morgentlichen Toast vor. Uaaaargh, disgusting. Und das sage ich, jemand, der zum Frühstück auch gern mal Ölsardinien mit Haut und Gräten auf den Toast drapiert.

Fisch und Chips sind ein weiteres kulinarisch eher fragwürdigeres Erbe, hier und da aber gar nicht so schlecht gemacht. Ein schmackhafter Fisch-Klassiker ist Barramundi, den es fast überall entlang der nördlichen Ostküste gibt. Als Australier mag man seine Nahrung also gern paniert oder frittiert. Oder in Blätterteig, dann heißt es Pie und man muss sich handtellergroße Blätterteig-Küchlein vorstellen, die mit Rind oder Huhn oder sonst allen möglichen Kombinationen – zu Pampe verarbeitet – gefüllt sind. Macht so pappsatt, wie drei große Löffel Fensterkitt, schmeckt nur nicht so gut. Im krokodilreichen Norden um Darwin gibt es dann auch Krokodil zu essen, was allerdings eher wie ertrunkenes Huhn schmeckt und nicht das Prädikat zart verdient.

Was aber wirklich ganz gut zu essen ist, ist Känguruh. Fett- und Cholesterinfrei und mit einer einladenden Textur gesegnet, erfreut es sich aber überraschenderweise keiner großen Beliebtheit. Der Geschmack ist schon speziell aber nicht unangenehm, sehr zart und saftig, wenn es sachte gebrutzelt wurde. Aber warum mag der gemeine Australier sein Wappentier nicht essen? Moralische Bedenken können es kaum sein. Känguruhs werden jedes Jahr innerhalb einer Quotenregelung zu Tausenden abgeknallt, um die armen Farmer vor den gefräßigen Beuteltieren zu schützen. Ignoranz durch alte britische Gepflogenheiten? Schmeckt Minzsoße nicht dazu? Kann man es nicht panieren? Wir wissen es nicht. Doch eine weitere Theorie besagt, dass das Fleisch einfach minderwertig ist. Ein Supermarktmitarbeiter erzählte uns, dass in seiner Kindheit Känguruhs abgeknallt und den Hunden zum Fraß vorgeworfen wurden. Hundefutter also. Und ein Blick ins Kühlregal im Coles-Supermarkt sprach dann auch Bände. Neben dem Känguruh-Fleisch fand sich was? Oh mein Gott, Hundefutter.

In den letzten Jahren hat sich aber eine, vor allem durch Einwanderer geprägte, neue „australische“ Küche entwickelt. Die ist allerdings dann oft so teuer, dass die zwei armen Reisenden meist nur ihre Nasen an den feinen Restaurantscheiben platt drücken, um dann doch selber zu kochen.

Was es noch nicht auf die Speisekarte geschafft hat, ist die allgemein unbeliebte Aga-Kröte. Sie ist eine der größten Froschlurche der Welt und wieder mal ein Beispiel für unprofessionellen Tierimport auf einem fernen Kontinent mit isoliertem Ökosystem. 1935 wurden die Racker auf dem australischen Kontinent eingeführt, um die Schadinsekten auf den Zuckerrohrplantagen an der Ostküste platt zu machen. Bis das Übel seinen Lauf nahm. Heute ist die fette Kröte eine unaufhaltbare Plage, der man kaum Herr zu werden scheint. Allerdings findet man auf den lokalen Märkten hier und da ein paar einfallsreiche Verwertungsmöglichkeiten. Wer freut sich nicht über ein schönes Kröten-Portemonnaie zu Weihnachten? Oder eine schmückende Bereicherung für die heimische Schrankwand in Form einer aufgeblasenen Kröte im Rambo-Outfit. Bestellungen werden gern aufgenommen.

Ansonsten gab es einen entspannten Sonntagnachmittag an der Strandpromenade. Eines muss man den Australiern ja lassen, Freizeitmöglichkeiten stehen recht umfangreich und oft auch kostenlos zur Verfügung. So gab’s für die Kids ein schönes Spaßbad, für das man in Deutschland mindestens 6€ abdrücken müsste. Selbst öffentliche Toiletten, deren Besuch für viele ja auch eine spaßige Freizeitgestaltung ist, sind grundsätzlich für umme und dafür recht gepflegt. Überhaupt wirken die Städte entlang der Ostküste bisher wie frisch durchgefegt und in Townsville standen sogar ein paar gut erhaltene traditionelle Gebäude herum, darunter Hotels und Pubs aus dem vorletzten Jahrhundert.

Ein schönes Wochenende in Townsville.





Die zwei Seiten der Medaille.

27 08 2009

Ort: Gold Coast, Brisbane (AUS)
Zeitunterschied: +8 Std. MEZ
Wetter: Sonnig

Ach, welch vielversprechende Namen: Gold Coast, Surfers Paradise! Und ach, welch herbe Enttäuschung. Surfers Paradise an der Gold Coast südlich von Brisbane wurde im letzten Jahr zu Australiens #1 Urlaubsdestination gewählt. Man kann hier wunderschöne Hotels und Apartmenthäuser bewundern, die wie Betonklötze in den Himmel ragen, endlich mal wieder richtig viel Asche in den teuren Restaurants oder Shoppingmalls verbrennen oder den Jahreslohn eines indischen Teppichknüpfers an einem Abend versaufen. Warum waren wir also da?

Naja, wir hatten sowieso nur zwei Nächte eingeplant und die für umme auf der Couch zweier Lesbierinnen in einem Vorort namens Coombabah. Wir hatten ja schon gute Erfahrung mit Jaime und Pablo in Santiago machen können und dachten, dass wir der Goldküste mit lokalem Insiderwissen eine Chance geben könnten. Doch wir hätten eigentlich schon stutzig werden müssen, da das einzige Bild im Couchsurfing-Profil der beiden Mädels ein Bild des Eingangs des Movieworld Themenparks war. Naja, wir wurden herzlich empfangen und sogar vom Busbahnhof abgeholt, doch im schnuckeligen Haus mussten wir erst mal schlucken. Delphinpuzzle, herzförmige Spiegel mit rotem Plüschrahmen, karierte Kissen mit Teddybärbildern und ein Malteser-Hund mit Pullover. So ganz die selbe Wellenlänge war das dann wohl doch nicht. Ziemlich trashig. Für Nikki und Stacee war es das erste Mal, dass sie eine Couch oder bzw. ein Zimmer mit eigenem Bad zur Verfügung stellen würden, doch irgendwie fühlten wir uns wie Lückenfüller eines recht langweiligen Lebens zwischen Glotze und Putzjob. Es soll nicht heißen, dass die beiden nicht nett und hilfsbereit gewesen wären, doch irgendwie hatten die zwei nicht wirklich was zu erzählen.

So kannten die beiden auch nicht den Currumbins Wildpark, der inmitten dieser hässlichen Betonwüste ein grünes Refugium ist und einen schönen Querschnitt durch Australiens endemische Tierwelt beherbergt. Wir konnten faule Koalas beim Nichtstun beobachten, da die Racker um die 20 Stunden am Tag schlafen, es gab eine gut gemachte Vogelshow, bizarre Echidnas, monsterhamster-ähnliche Wombats und putzige Känguruhs natürlich. Volle Punktzahl auf der Niedlichkeitsskala gab es für ein vier Monate altes Jungtier, dass noch bei Muddern im Beutel wohnte, sich aber immer wieder für erste Sprungversuche nach draußen wagte.

Auf dem Rückweg fiel uns dann ein, dass wir uns gar nicht die Adresse unserer Gastgeber haben geben lassen und uns auch beim besten Willen nicht mehr an die Bushaltestelle erinnern konnten, an der wir am Morgen den Bus genommen hatten. Wir, zwei erwachsene Mitteleuropäer mit höherer Schulbildung, im Bus, irrend durchs Dunkel der Nacht im Dschungel der Vororte der Gold Coast. Jedes Mal die selben Fragen der sehr hilfsbereiten Busfahrer und Passagiere. Jedes Mal unsere gleiche peinliche Erklärung: Wir waren „lost“. Totale Erniedrigung. Was wir in sechs Monaten Südamerika nicht geschafft haben, passierte uns hier schon nach zwei Wochen. Doch dank Google Maps auf einem Rechner im Medical Center eines großen Einkaufszentrums konnten wir uns wieder orientieren und ein verständnisvoller Herr fuhr uns dann wieder zu den karierten Kissen mit den Teddybären, wo Nikki und Stacee schon drauf und dran waren eine Vermisstenmeldung rauszuschicken.

Und verlaufen hatten wir uns dann am nächsten Tag schon fast wieder, denn wir waren mit den beiden im Nationalpark direkt hinter dem Haus unterwegs, den die beiden bisher nicht weiter als 500m betreten hatten, obwohl sie schon fast ein Jahr in der Gegend wohnten. Aber das Areal war wirklich sehr schön, mit freilebenden Känguruhs, Koalas in Eukalyptushainen und Mangrovensümpfen. Nach zwei Stunden unaufgeregten Spaziergangs meinten die beiden nur noch, dass sie am Abend gut schlafen werden würden. Na dann.

Danach ging es nach Brisbane, das eigentlich den Ruf einer langweiligen, gewöhnlichen Großstadt ohne Sehenswürdigkeiten hat. Doch selbst die vermeintlich uninteressanteste Stadt kann ganz spannend werden, wenn man die richtigen lokalen Kontakte hat.

Wir hatten mal wieder Asyl auf einer Couch eingereicht und fanden uns in einem 130 Jahre alten Holzhaus im viktorianischen Stil mitten im coolen West End wieder. Das Haus und seine Bewohner hatten durch und durch Charakter, im Wohnzimmer stapelten sich tausende von Schallplatten, die Couch und zwei Sessel waren aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts und der Stil ließe sich wohl am besten mit „charmantes Chaos“ beschreiben. Andrew, der Freund von Lysandra, war leider nicht da, dafür aber Patricia, ein in der Schweiz lebendes Mädel mit spanisch-brasilianischen Wurzeln, die genau wie wir Couchsurf-Gast des Hauses war. Zusammen ging es am Freitag Abend auf ein Konzert von drei australischen Bands im Troubadour, das wir wohl so einfach nicht selber gefunden hätten. Samstag vormittag ging es auf Empfehlung zum bunt gemixten Markt im West End, wo wir doch tatsächlich Clara wieder getroffen haben, die wir im Tayrona Nationalpark in Kolumbien kennengelernt hatten. Am Nachmittag gab es dann wieder ordentlich was auf die Ohren, denn der lokale Radiosender 4ZzZ hatte zum Livegig im Innenhof des Senders geladen. Das hieß Garagenrock zum Nulltarif, billiges Essen und Bier aus dem Schnapsladen nebenan. Sonntag dann noch etwas Brisbane mit Sciencentre und Art Gallery. Alles in allem ein ziemlich gutes Wochenende mit einer guten Gastgeberin, die so ganz anders war als unsere zwei Schnuckis an der Gold Coast.

Wir haben sie gesehen, die zwei verschiedenen Seiten der Couchsurfing-Medaille und eine wichtige Lektion gelernt. Nie die Katze im Sack kaufen und bei jemanden die Couch surfen, der kein Photo von sich im Profil hat. Auch wenn man sich natürlich nicht ein 100%iges Bild machen kann, sagen Photos doch oft mehr als 1000 Worte.





Jaime und Pablo.

11 08 2009

Ort: Santiago de Chile (COL)
Zeitunterschied: -6 Std. MEZ
Wetter: Winterlich, naja zumindest für südamerikanische Verhältnisse

Die Vorzeichen standen nicht gut, als die Tante am Check-In meinte unsere Tickets wären ungültig. Nach dem Theater mit der Buchung der Tickets bei unseren südlichen Nachbarn, hatte ich kurzfristig Schaum vorm Mund und war schon dabei den Einmarsch nach Österreich zu befehlen, als dann doch Entwarnung kam, dass alles okay sei. Erfreulich war allerdings, dass wir mit unseren Papiertickets noch ein Phantasiesteuer im Gegenwert von etwa 20€ pro Person erstattet bekommen haben. Doch wie gewonnen, so zerronnen, denn an der Sicherheitsschleuse hatte ich mich dann für den Titel „Obst der Woche“ qualifiziert, da ich noch mein geliebtes Schweizer Offiziersmesser in der Messertasche meiner Hose stecken hatte und die Security ja bekanntlich immer bei Hieb- und Stichwaffen im Flugzeug rumzickt. Da half auch kein Doofstellen, als sie immer wieder mit recht unverständlichen Englisch („knight, knight, knight, statt knife…“) auf den Rucksack deuteten, wo das Messer mittlerweile hin gewandert war. Trauer, es war nichts zu machen. Ich hatte ja insgeheim ein wenig auf das Chaos gehofft, denn das Computersystem des Zolls war ausgefallen und es gab eine Monsterschlange mit panischen Passagieren, die Angst hatten ihren Flug zu verpassen. Wir hatten noch eine Stunde Zeit und sind dann überraschend pünktlich in den kolumbianischen Nachthimmel gestartet.

Der Touchdown in Santiago konnte zu einem unsportlichen 5 Uhr morgens vermeldet werden. Die Nacht im Flieger war unerholsam, da halfen auch Bier und Wein nichts. Und wir hatten ein Problem. Denn wir würden das erste Mal eine Couch surfen, wurden von unserem Gastgeber erst 17 Uhr erwartet und waren ziemlich durch den Wind. Doch im März waren wir ja schon einmal Santiago und nach kurzer Rücksprache erklärte sich unser damaliges Hostel bereit, uns im TV Raum vagabundieren zu lassen, uns eine Mütze Schlaf zu genehmigen und danach noch eine Dusche. Superlieb.

Am Nachmittag trafen wir dann auf Jaime und Pablo, unser Hosts für die nächsten zwei Nächte. In einer kleinen 2-Raumwohnnung mitten im Zentrum nahe der Plaza de Armas machten wir also unsere erste Erfahrung mit wildfremden Menschen, die ihre Couch für widerum sie wildfremde Menschen zur Verfügung stellen. Und es hätte keine bessere erste Erfahrung mit dem Couchsurfing Projekt für uns sein können. Jaime und sein Partner Pablo waren zwei wirklich einzigartige Zeitgenossen. Sie erinnerten an ein altes Ehepaar, dass komisch war, ohne komisch sein zu wollen. Vor allem Jaime trug das Herz auf der Zunge und war sehr an anderen Kulturen und Menschen interessiert. Gleich am ersten Abend haben wir zusammen ein Öttinger-Weizen auf der Couch verköstigt und noch bis spät zusammen gesessen. Und auch am zweiten gab es viel Spaß mit Sushi, Kunstmann Bier und „Wir können die Peruaner nicht leiden“-Geschichten. Wobei man Peruaner auch beliebig durch Argentinier, Brasilianer und Bolivianer austauschen konnte. Herrlich. Alles natürlich mit einem Augenzwinkern.

So hatten wir doch noch eine gute Santiago-Erfahrung nachdem uns ja beim ersten Besuch das Portemonnaie geklaut worden war. Und schön war auch die Fast-Food-Fressmeile an der Plaza de Armas und so langsam dürfte auch klar sein, warum die Chilenen zu den dicksten Menschen unseres schönen Planeten zählen.

Und apropos Planet, auf dem Weg ins weite Australien ging es dann ein ganzes Stück gen Westen. Am 2. August sollte es losgehen und wir würden erst am 4. August landen. Verdammte Datumsgrenze. Unterm Strich würden uns 14 Stunden durch die Lappen gehen. Die Redaktion von Projekt 365 zeigt sich allerdings nicht gewillt den Namen in Projekt 364 ca. 1/3 umzubenennen.

Tschüß bis Down Under.