Mademoiselle? Baguette? Foux de fa fa!

14 12 2009

Wenn man auf Reisen geht, trifft man ja zwangsweise andere Menschen. Egal ob in Hostels, auf Busreisen oder auf Touren durch schöne Landschaft – man trifft Alt und Jung aus aller Welt. Dann guckt und horcht man, ob der Gegenüber nicht evenuell Landsmann sein könnte oder man spielt einfach Nationalitäten raten. In vielen Fällen werden die klischeehaften Stereotypen nämlich herrlich bedient – haarige Israelis, hochaufgeschossene Holländer oder auch blonde Schweden. Der physiognomische Stempel ist schnell verpasst und passt eben auch manchmal. Natürlich kann man davon ausgehen, dass das auch umgedreht der Fall ist und unsere Reisebekanntschaften sich auch ihr (Vor-) Urteil bilden.

Nun ist das aber in unserem Fall nicht ganz so einfach. Eine Griechin in Begleitung eines ostdeutschen Staatsbürgers. Da muss man erst mal drauf kommen. Wir wurden in Peru schon auf hebräisch angesprochen, waren auch schon Brasilianer, nur auf die richtige Kombi ist bisher noch keiner gekommen. Dina deckt ja rein optisch den gesamten Mittelmeerraum ab oder könnte auch Südamerikanerin sein, was es für andere beim Nationalitäten-Ratespiel nicht unbedingt einfacher macht. Und ich? Wie ist das stereotype Bild eines Deutschen? Zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl und schnell wie ein Windhund? Mein Haupthaar ist zwar mittlerweile so blond, dass ich in einem Leni Riefenstahl Film mitspielen könnte, doch so richtige passe ich wohl nicht in die Klischee-Kiste. Also, in den letzten 10 Monaten wurde mir vor allem eine Nationalität angedichtet. Latino-Sorbe? Nein! Franzose!!! Pffffffffffffff, le merde!

Auf der einen Seite denkt man dann natürlich an Gauloise-Zigaretten schmauchende Liebhaber, die gern mal einen Sauvignon Blanc zu Camembert kredenzen. Liberté toujours. Ouh la la. Tres jolie. Den ganzen Tag mit einem Baguette unter dem Arm herumrennen und zum Zwirbelschnurrbart eine Baskenmütze tragen. Feinschmecker, Gourmets, Connoisseure – joie de vivre eben! Auf der anderen Seite wird gerade im amerikanischen Raum das Bild des dreckigen Franzosen gepflegt und irgendeine FHM Statistik sagte mal, dass sie nur alle drei Tage ihre Unterhosen wechseln. Und möchte man gern Franzose sein, wenn man im Bikini Atoll Atomtests macht oder nicht mal ein Wort für Tierquälerei hat?

Ähem, foux de fa fa!

Ich benutze ja schon noch das Wort Portemonnaie, frühstücke gern mal ein Croissant oder gehe in Champagner baden. Aber, sil-vous-plait, Franzose??? Die Redaktion zeigt sich ratlos und fragt den geneigten Leser nach seiner Meinung.

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(K)Ein schöner Geburtstag!

18 04 2009

Trotz aktuell etwas angespannter, gesundheitlicher Lage, hat sich der Matze sehr über die Glückwünsche gefreut und sagt Danke!

Danke an meine Eltern, die natürlich als erstes dran waren. Danke in die Königsresidenz in Kaiserwerth und den tollen Videogruß mit der wundervollen Koteletttorte und den Bratwurstkerzen. Danke an alle, die sich in der Küche der Derendorfer Strasse versammelt haben und sich via Skype hier nach Bolivien geschaltet haben, um vor meinen Augen kaltes Beck’s zu trinken. Danke natürlich auch an alle Kollegen aus dem Kinderbergwerk, deren Karte ich irgendwann später mal lesen werde. Danke auch an alle, die sich via Mail und SMS gemeldet haben. Und danke an die Frankfurter Eintracht für den 4:1 Sieg gegen Gladbach.

Sonnige Grüsse aus Sucre, Bolivien.

Matze

danke